Justice League – Was denkt sich Warner Bros. nur dabei? (Review)

Justice League 1Ich bin ein großer Fan der DC Comics. Ich lese gerne die Geschichten über Flash und Batman und die anderen Mitglieder der Justice League, sogar viel lieber als die Geschichten von Marvel. So wundert es nicht, dass ich mir auch den Film „Justice League“ mal etwas näher angesehen habe. Im Film „Justice League“ wird die Entstehungsgeschichte der Justice League und ihr erster Gegner thematisiert. In den Comics gab es immer wieder verschiedene Original bzw. Gründungsmitglieder. In Warner Bros. Deutung, wird die Justice League aus den Mitgliedern Flash, Batman, Wonder Woman, Aquaman und Cyborg gegründet. Green Lantern wollten sie nach dem Debakel von 2011 anscheinend nicht gleich am Anfang mit reinpacken.

Auch die Interpretationen der einzelnen Mitglieder unterscheiden sich von den Comics. So ist Batman schon 20 Jahre lang im Geschäft und verliert nach und nach die Hoffnung und Flash noch ganz am Anfang seiner Superheldenkariere. Ich finde zum Wiederstreben einiger Fans Ben Affleck, welcher einen gebrochenen Batman spielt sehr überzeugend und passend, wohin gegen mir der Flash in „Justice League“ überhaupt nicht gefällt. Barry war immer ein Hoffnungsbringer und mehr als Aufopferungsvoller Held, seit klein auf, in jeder mir bekannten Interpretation von Flash. Nun hat der Barry hier aber angeblich Angst, einen Gegner zu verprügeln, nur weil er sie sonst immer bloß wegschubst, obwohl ein Leben in Gefahr schwebt. Wen Ezra Miller in „Justice League“ spielen soll weiß ich nicht, aber es ist definitiv nicht Barry Allen. Vielleicht spielt er ja Peter Parker aus dem MCU? Er weißt zumindest ziemlich große Ähnlichkeiten zu ihm auf. Vielleicht hat Warner Bros. ja bemerkt, dass dieser ziemlich gut bei den Zuschauern ankommt? Naja das werden im Endeffekt nur die Leute von Warner Bros. wissen.

Leider werden die Helden auch überhaupt nicht vorgestellt, sondern werden immer nur angeschnitten. Große Helden wie Flash oder Aquaman werden nur ganz kurz genannt und vorgestellt. „Jo das ist Aquaman und das Flash….. sind coole Leute… ja … die kommen jetzt mal in unser Team.“ So oder so ähnlich fühlen sich die ersten 20 Minuten des Filmes an. Auch dem Antagonisten ergeht es hier nicht viel besser. Es fühlt sich an wie eine einzige riesige Trailer Sammlung. Vielleicht wäre es ja auch einfach besser gewesen nicht die verdammten Helden in einen Film zu packen, noch bevor sie überhaupt einen eigenen Film bekommen haben, in welchem erklärt wird wer sie sind?! Marvel hat dies doch auch hinbekommen. Schade Warner Bros., wirklich Schade.

Auch gab es manche Szenen im Film, in denen Batman oder andere Charaktere komplett gebrochen erscheinen bzw. negativ gestimmt sind, doch im nächsten Moment sind sie anscheinend wieder die glücklichsten Menschen der Welt, da sie ein (manchmal) unlustiger Witz so aufheitert, dass sie doch glatt einmal vergessen, dass doch eigentlich alles Scheiße ist und die Welt in den nächsten Minuten zerstört wird. Passend? Ich denke nicht.  Des Weiteren hat die Story sowieso keinen erzählerischen Tiefgang.

Die Musik dagegen ist wie auch in den letzten Filmen einfach nur bombastisch und genial. Selbst das Flash Theme, welches auch in der Serie gespielt wird, war in der Mitte des Filmes heraus zu hören. An Action mangelt es dem Film sowieso nicht. Eine Explosion hier,  ein fettes Batmobil da und schon ist der Teil eigentlich abgehakt.

Die Kampf Szenen von Batman sahen an vielen Stellen ziemlich animiert bzw. etwas verzerrt aus. Wurde hier etwas mit CGI nachgeholfen oder beginnen mich meine Augen langsam zu täuschen?

Schlussendlich lässt sich sagen, dass Warner Bros. es meiner Meinung nach ziemlich vergeudet hat, ein erfolgreiches Film Universum mit „Justice League“ zu erschaffen. Sie wollten wohl einfach am Erfolg vom MCU teilhaben und haben deswegen angefangen auch ein verknüpftes Film Universum zu erschaffen. Vielleicht hätten sie sich hier aber auch einfach mal etwas genauer an Marvel orientieren sollen und nicht die Filme der einzelnen Helden erst nach dem Film, welcher alle Helden behandelt und sie das erste mal vorstellt, herausbringen sollen. Und sie hätten manche Charaktere auch einfach näher an den Originalen Comics lassen sollen. Künstlerische Freiheit ist ja gut (siehe den Batman in „Justice League“), doch die Grundlegenden Eigenschaften eines Helden sollte man nicht ändern. Dann könnte man den Film ja gleich in: „Fünf Kostümierte Typen treten dem Bösen in den Hintern“ umbenennen können. Ob der sich aber so gut verkauft hätte? Der Film ist meiner Meinung nach vor allem Leuten zu empfehlen, welche sich mit dem DC Universum etwas auskennen.

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