Detroit: Become Human Review


Detroit 2

In Detroit: Become Human geht es um die Emanzipation der Androiden, aus den Fesseln der Menschheit. Hier wird die Geschichte ähnlich wie bei Telltale Spielen erzählt, wobei wir die Geschichte aus drei verschiedenen Blickwinkeln sehen.
Seit dem ersten Trailer von Detroit: Become Human war ich ziemlich begeistert von dem Spiel. Die hiesigen Entscheidungsmöglichkeiten die das Spiel (vermeintlich) darbot und die Grafikpracht hatten mich zu tiefst begeistert. Ob mich das fertige Spiel auch so faszinieren konnte, erfahrt ihr hier.
Nachdem ich das Spiel startete, hat es mich gefragt, auf welchem Schwierigkeitsgrad ich das Spiel spielen möchte. Zur Auswahl gab es Leicht und Experte. Da ich mich gerne einfach von der Grafikpracht und der Atmosphäre der Spiele überzeugen will, wollte ich das Spiel erst einmal auf Leicht probieren. Allerdings ignorierte ich gekonnt erst einmal, dass im Expertenmodus eine alternative Steuerung inbegriffen ist. Als ich nun also mein Spiel auf einfach begann, hatte ich kurzzeitig die Angst, dass ich das Falsche Spiel erwischt hatte, denn die Steuerung fühlte sich so klobig an wie von vor 10 Jahren. Also schaute ich schnell alle Einstellungen nach und entdeckte beim Expertenmodus die alternative Steuerung. Ich startete sofort mein Spiel neu, war allerdings immer noch nicht zufrieden. Die Steuerung fühlte sich zwar nun etwas besser an, erinnerte aber trotzdem noch an ein Telltale Spiel. Zum Glück besänftigte die Grafikpracht des Spiels gleich mein Gemüt, denn die Spielwelt sah einfach nur grandios aus. Alles war so sehr detailliert. Vor allem die Charakter Designs und die Emotionen haben mich überzeugt. Sie waren teils (aber nur ein geringer Teil) besser als die von God of War. Auch der Soundtrack war immer stimmig und hat mich total gefesselt. Vor allem die Melodie aus dem zweiten Kara Kapitel hat mich komplett emotional abgefertig und wird mich vermutlich noch den Rest meines Lebens verfolgen (im positiven Sinne).

Detroit 1
Allerdings wurde Detroit vor allem mit bzw. wegen seiner Story beworben. Quantic Dream möchte mit seinen Spielen so gute Storys erzählen, wie man sie sonst nur aus dem Kino kennt und dies ist bei Detroit auch der Fall. Jede der drei Storys erlebt man auf einer komplett anderen Ebene. Vor allem die Kara Story finde ich Anfangs so emotional, was noch einmal durch das eigene steuern des Charakters verstärkt wird, wodurch diese Emotionalität locker an die meisten Filme rankommt.
Leider wird diese Emotionalität ziemlich schnell wieder aufgelöst, wodurch sich das restliche Kapitel anfühlt, als würde die Spannung bzw. die emotionalen Sequenzen nur so vorneweg traben und es wird nie mehr dieser Höhepunkt von ganz am Anfang erreicht. Das Spiel kann sich im weiteren Verlauf einfach nicht mehr entscheiden, ob es nun wieder Emotional werden möchte, oder ob es komplett die Spannung rausnehmen will. Markus Geschichte hingegen nimmt nur ganz allmählich die Spannung auf und kann erst am Ende teilweise überzeugen. Auch gibt es leider in dem Spiel vereinzelte Story- bzw. Logiklücken und die ständigen Quick Time Events sind nicht für jedermann etwas.
Auch hatte ich mir mehr erhofft, was die verschiedenen Entscheidungsmöglichkeiten betrifft. So hätte ich mir gerne Gewünscht, dass es mehr unterschiedliche Orte gibt, wo man hingelangen kann, wenn man eine andere Entscheidung trifft als ein anderer Spieler und nicht nur eine leicht abgeänderte Szene, die trotzdem zum selben nächsten Story Abschnitt führt. Allerdings waren meine Anforderungen bei dieser Variabilität schon immer recht groß und ich fürchte, dass so etwas nur in sehr ferner Zukunft möglich ist (durch Zufallsgenerierte Schnittszenen).

Detroit: Become Human ist ein grafisches und musikalisches Meisterwerk, doch ist vor allem die Steuerung ein großes Manko. So fühlt sich die Steuerung des Charakters wie aus einem einfachen Telltale Game an und die Quick Time Events sind nicht für jedermann etwas. Über kleinere oder teils größere Storyschwächen kann man dank der Stimmungsvollen Story noch gerade so hinwegsehen. Im großen und ganzen ist Detroit also ein ziemlich gutes Spiel. Ein nahezu Perfektes aber leider nicht.
Ich gebe dem Spiel 8 von 10 emanzipierende Androiden.

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