Avengers: Infinity War – der beste Marvel Film? (Review)

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Zehn lange Jahre lang habe ich Iron Man, Thor und Captain America zugesehen, wie sie den unterschiedlichsten Infinity Steinen begegnen und die verschiedensten Gegner besiegen. Nun nach all den Jahren haben all die Steinchen endlich einen Sinn. Denn der Große, böse Eroberer Thanos kommt und sucht sie alle (#gonnacatchthemall)

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Nach zehn Jahren mündet das MCU in einem vorläufigen großen Finale: dem Infinity War. Der Anfang des Filmes war, wie schon vorher versprochen grandios. Wir sehen, wie unglaublich groß die Bedrohung ist und, dass es Marvel mit dem Film auf jeden Fall ernst meint, nicht wie zuletzt in Thor: Ragna-(un)lustig. Nun gut. Die Ernsthaftigkeit vom Anfang, kann Infinity War auch den Rest des Filmes weiter beibehalten. Natürlich gibt es hier und da mal wieder ein paar Auflockerungsversuche, aber dieses Mal finde ich sie sogar ziemlich passend. Denn es sind nicht nur einfach ein paar dahingeworfene Gags, sondern richtige aus der neuen Gruppendynamik resultierende interessante Dialoge. Die neue Gruppendynamik ist vor allem zu Schulden, dass Charaktere wie die Guardians oder Doctor Strange zum ersten mal auf die Avengers treffen…und Peter Parker. So entstehen zum Beispiel richtige Macho und Ego Duelle zwischen Charakteren wie Star Lord und Thor oder Strange und Iron Man. Und diese Schlagabtausche, spiegeln eben perfekt die einzelnen Persönlichkeiten der Figuren wieder. So wie z.B. Tony, dessen Ego ihm in Age of Ultron mehr als zum Verhängnis wurde, muss sich einem Strange stellen, der nicht nach seiner Pfeife tanzen will. Schön finde ich auch, dass Thor nicht mehr ganz der Gott der Witze ist, sondern endlich mal seine Gefühle rauslässt. Ich meine Vater Tod, Mutter ermordet, hat die Schwester selbst umgebracht. Selbst ein Gott kann das nicht einfach so wegstecken. Die Kampfszenen mit Thor haben mir auch ziemlich gut gefallen. Nach seinem Anscheinenden Power Schub in Thor drei, scheinen seine Blitze noch explosiver und cooler auszusehen. Überhaupt ist der Film einfach nur schön inszeniert. Vor allem die mehr oder weniger zwei großen Schlacht Szenen sind gestalterisch einfach der Hammer. Dazu muss man sagen, dass ich noch nicht angewidert bin vom CGI Hype in den Kinos. Dabei ist der Film mit zwei Stunden und 40 Minuten ziemlich lang, was man aufgrund des hohen Tempos des Filmes überhaupt nicht bemerkt und er sich deswegen nie gezogen gefühlt hat, was ich genial fand. Nach Star Wars acht, hatte ich da ja etwas Angst bekommen. Robert Downey Jr. Bleibt mit seiner Verkörperung des Tony Starks immer noch mein Liebling. Seine Intelligenz gemischt mit seinem riesen Ego, setzt Robert in jedem Marvel Film super um. Auch Thanos, welcher durch Josh Brolin verkörpert wird (mit einer kleinen Priese CGI), ist perfekt umgesetzt. Mit Thanos bekommt das MCU den meiner Meinung nach besten Antagonisten seit Loki und dem Winter Soldier. Seine Besonderheit: Er hat eine Persönlichkeit, seine Handlungen sind nach vollziehbar und seine Motive werden bestens erklärt. Nicht zuletzt finde ich es schon ziemlich erregend, dass mit Thanos endlich mal ein richtig unbesiegbarer, übermächtiger Gegner auftaucht. Wo ein Loki mit einer kleinen Arme, oder ein Ultron mit einer kleinen Arme im Grunde immer gleich besiegt wurden, da die Avengers zusammen einfach immer zu stark waren. Nun wendet sich mit Thanos aber das Blatt und das bemerkt man in jeder einzelnen Sekunde mit ihm. Vor allem habe ich mich über einen bestimmten Cameo gefreut, welchen ich in einem Separaten Avengers Teil erwartet hatte und der vermutlich einer meiner Lieblingsszenen war. Ich war in dem Moment so erfreut, wie zuletzt bei der Yoda Szene von Star Wars acht. Ohne zu viel zu Spoilern: der/die, welche/welcher die Avengers/oder Thanos zum Seelenstein führt. Der Film bekommt es auch gut hin, dass es trotz der vielen unzähligen Charaktere nicht zu voll wird und man nicht den Überblick verliert (solange man noch den Überblick über das MCU hat) und jeder der Charaktere trotzdem ungefähr gleich viel Screentime hat.
Bei so vielen positiven Dingen stellt sich natürlich die Frage: Ist Infinity War damit der beste Film überhaupt!? Ne. Leider nicht ganz, denn er hat auch ein paar Schwächen. So ist es für Leute die schnell einmal den Überblick über das MCU verlieren, geschweige denn manche Filme gar nicht erst gesehen haben, ganz schön schwer dem Film zu folgen. Vor allem neuere Charaktere wie Strange oder Black Panther sorgen für Kopfzerbrechen. Des Weiteren gibt es ein paar Story Lücken, so wird manches was nach Civil War passiert ist nur ganz nebenbei erzählt, oder man sieht es bloß, da Charakter X, Y sich so und so verhält. Schade, ich hätte gerne selbst gesehen, was mit der Truppe rund um Captain America passierte. Auch werden wichtige Themen wie das treffen von Black Widow und Bruce, oder Tony und Steve gar nicht erst behandelt. Ein stures Nicken zwischen Bruce und Natasha reicht anscheinend nach drei Jahren, die sie sich nicht gesehen haben. Ich hoffe da legt Marvel 2019 mit dem Avengers Film noch nach. Auch sind manche Dinge die passieren ziemlich unwahrscheinlich (besonders am Ende), was ich recht Schade finde. Da hätte Marvel konsequenter sein müssen. Davon mal abgesehen, dass der Film Story technisch nicht den Tiefgang eines Blade Runners hat, sind einzelne Hintergrundgeschichten doch recht interessant.
Ziemlich Schade, dass man 18 lange Filme gebraucht hat um hier zu diesem Punkt zu kommen.
Avengers: Infinity War macht vieles besser als die bisherigen Marvel Filme und ist für mich vermutlich der Beste Marvel Film bisher. Doch etwas besser machen heißt nicht zwangsläufig etwas gut machen. So gibt es immer noch die Marvel Typischen Probleme, die viele Leute stören, wie z.B. dass es immer wieder die selbe Kostümparade ist. Avengers: Infinity War sieht zwar ziemlich gut aus, hat einen interessanten Antagonisten und die coolsten Helden des MCU, dennoch ist er für nicht Verfolger des MCU unübersichtlich, hat ziemlich viele Story Lücken und hat eine Flache Story. Man kann sich den Film etwa wie eine zehn Minütige Geschichte Vorstellen, welche auf fast drei Stunden gestreckt wurde, aber sich nie gezogen fühlt und trotz flacher Story einen nie Langweilt. Ich empfehle jeden den Film, welcher bis jetzt auch alle anderen 18 Marvel Filme geschaut hat (obwohl man Black Panther und den Hulk Film zur Not auch auslassen könnte) und sich immer noch so an den Marvel Filmen erfreut, wie ich. Allen anderen sei gesagt, dass sie vermutlich ziemlich verwirrt aus dem Kino gehen werden.

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